Kitso Lynn Lelliott
Ihre Arbeit bewegt sich zwischen Videoinstallation, Film und Schrift. Die Künstlerin beschäftigt sich mit Räumen und Machtfragen. Ihre Arbeit hinterfragt das „Reale“, wie es durch konkurrierende Erkenntnistheorie geformt wird, und überschreitet dabei kosmologische und ontologische Schwellen, um die Narrative und Ideenformen zu erschüttern, die während der prägenden Epoche, die das moderne Zeitalter formte, den Atlantik eroberten. Ihre Arbeit ist eine Inszenierung des Ausdrucks aus der Auslassung heraus und zwischen historisch unterworfenen Subjektivitäten, wobei sie Süd-Süd-Beziehungen in den Vordergrund stellt, die zwar in Beziehung zum Globalen Norden stehen, von diesem jedoch imaginativ und erkenntnistheoretisch nicht vermittelt werden. 2017 wurde sie mit dem Iwalewahaus-Kunstpreis ausgezeichnet und war 2018 Gastkünstlerin beim Flaherty-Seminar. 2019 gewann Kitso Lynn Lelliott den NIHSS-Preis für die besten bildenden Künste. Sie war Postdoktorandin und Artist in Residence am Zentrum für Geisteswissenschaften an der UWC (University of western Cape, Südafrika) und 2019 Artist-in-Residence an der Cité internationale des arts in Paris. Sie hatte zuletzt eine Professur an der University of the Witwatersrand, Südafrika. 2024 gewann die Künstlerin den Henrike-Grohs-Kunstpreis und erhielt 2025 den Tauck-Ritzau Innovative Philanthropy Award für einen Aufenthalt in New York im Jahr 2025.